Camping in Europa
Unsere Erfahrungen und Tipps für entspannte Reisen mit dem Wohnmobil.
Mit dem Wohnmobil durch Europa zu reisen, ist erstaunlich unkompliziert – wenn man die Besonderheiten der einzelnen Länder kennt. Wo dürfen wir übernachten, wie funktionieren Stellplätze und was müssen wir bei Maut, Umweltzonen oder der Versorgung beachten? Hier teilen wir unsere Erfahrungen aus zahlreichen Reisen durch Europa.
🇩🇰 Dänemark · 🇩🇪 Deutschland · 🇫🇷 Frankreich · 🇮🇹 Italien · 🇳🇱 Niederlande ·
🇳🇴 Norwegen · 🇵🇹 Portugal · 🇸🇪 Schweden · 🇨🇭 Schweiz · 🇪🇸 Spanien · 🇨🇿 Tschechien
🇩🇰 Dänemark - Stellplätze und Übernachten
Übernachten
Dänemark ist sehr gut auf Wohnmobile eingestellt. Besonders an Yachthäfen und in Küstenorten gibt es zahlreiche offizielle Stellplätze. Auch viele Campingplätze bieten eigene Bereiche für Wohnmobile.
Freies stehen und Parken
Auf öffentlichen Park- und Rastplätzen darf im Wohnmobil übernachtet werden, sofern Schilder oder örtliche Regelungen es nicht verbieten. Das Fahrzeug muss dabei vollständig im Parkmodus bleiben, dass heißt auch keine Keile oder Hubstützen, auhc die Trittsufe sollte nicht draussen sein.
Das dänische Jedermannsrecht gilt nur für ausgewiesene Zelt- und Naturlagerplätze – nicht für Wohnmobile.
Ver- und Entsorgung
Auf vielen Hafenstellplätzen und Campingplätzen stehen Strom, Frischwasser sowie Möglichkeiten zur Entleerung von Grau- und Schwarzwasser zur Verfügung. Die Infrastruktur ist insgesamt sehr gut, kann außerhalb der Hauptsaison jedoch eingeschränkt sein.
Maut und Brücken
Eine allgemeine Straßenmaut gibt es nicht. Gebühren fallen hauptsächlich für die Storebælt- und die Øresundbrücke an. Für eine einzelne Überfahrt genügt ein Online-Ticket oder die Bezahlung vor Ort. Wer über die Øresundbrücke nach Schweden und wieder zurückfährt, kann mit ØresundGO deutlich sparen.
Kennzeichenregistrierung
Die dauerhafte Kennzeichenzahlung von Brobizz steht deutschen Privatfahrzeugen derzeit nicht zur Verfügung. Für die Storebæltbrücke kann vorab ein digitales Ticket mit dem Kennzeichen gekauft werden. Bei ØresundGO lässt sich das Fahrzeug für die automatische Abrechnung registrieren.
Umweltzonen
In Kopenhagen, Frederiksberg, Odense, Aarhus und Aalborg gelten Umweltzonen. Neuere Fahrzeuge müssen in der Regel nicht registriert werden. Bei älteren Dieselfahrzeugen sollte vor der Einfahrt geprüft werden, ob eine Registrierung oder ein Partikelfilternachweis erforderlich ist.
Fahrradträger
Fahrräder und Träger müssen sicher befestigt sein. Kennzeichen, Rückleuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt werden; andernfalls werden eine Wiederholung des Kennzeichens und eine zusätzliche Beleuchtung benötigt. Bei Fähren sollte die zusätzliche Fahrzeuglänge korrekt angegeben werden.
Reisen mit Hund
Für die Einreise werden ein Mikrochip, ein gültiger EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung benötigt. Bestimmte Hunderassen und deren Kreuzungen dürfen nicht eingeführt werden. An Stränden gilt vom 1. April bis 30. September Leinenpflicht, in Wäldern grundsätzlich ganzjährig – ausgenommen entsprechend gekennzeichnete Hundewälder.
Unser Fazit
Besonders gut gefallen haben uns die Stellplätze an den dänischen Yachthäfen. Sie liegen häufig direkt am Wasser, bieten eine gute Infrastruktur und sind ideale Ausgangspunkte, um die Umgebung zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu entdecken.
Gasversorgung
Tauschen oder befüllen: Deutsche Stahl- und ALUGAS-Flaschen können in der Regel weder getauscht noch befüllt werden.
LPG-Tankstellen: Nur vereinzelt vorhanden. Für Tankgasflaschen wird ein Dish-Adapter benötigt.
Dänische Tauschflasche: Meist wird ein G.8-Hochdruckschlauch mit Schlauchbruchsicherung benötigt. Achtung: Es gibt unterschiedliche Flaschensysteme.
Dänemark kompakt
Notruf: 112
Polizei ohne Notfall: +45 114
Landesvorwahl: +45
Währung: Dänische Krone
Allgemeine Straßenmaut: Nein
Umweltzonen: Kopenhagen, Frederiksberg, Odense, Aarhus und Aalborg
Warntafel am Fahrradträger: Nein
Leinenpflicht am Strand: 1. April bis 30. September
Wichtige Links
Suchbegriffe für das Navi:
Autocamperplads – Wohnmobilstellplatz
Autocamper parkering – Wohnmobilparkplatz
Lystbådehavn oder Marina – Yachthafen
Havneplads – Hafenstellplatz
Campingplads – Campingplatz
Tømningsstation – Entsorgungsstation
Bilvask selvbetjening – SB-Autowäsche
Autocamper vask – Wohnmobilwäsche
🇩🇪 Deutschland - Stellplätze und Übernachten
Übernachten
Deutschland verfügt über zahlreiche Wohnmobilstell- und Campingplätze. Im europäischen Vergleich ist die Infrastruktur dennoch ausbaufähig – besonders kostenlose oder frei zugängliche Angebote sind eher selten.
Freies stehen und Parken
Eine einmalige Übernachtung zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit ist erlaubt, wenn das Parken an dieser Stelle zulässig ist. Campingverhalten wie Markise, Möbel, Keile oder Hubstützen ist dabei nicht gestattet. Für einen längeren Aufenthalt sollte ein offizieller Stell- oder Campingplatz genutzt werden.
Ver- und Entsorgung
Öffentliche Ver- und Entsorgungsstationen fehlen vielerorts. Grau- und Schwarzwasser können häufig nur auf Stell- oder Campingplätzen entsorgt werden. Auch Frischwasser ist in der Regel kostenpflichtig und teilweise nur für Übernachtungsgäste verfügbar.
Maut und Brücken
Eine allgemeine Straßenmaut gibt es nicht. Gebühren fallen hauptsächlich für die Storebælt- und die Øresundbrücke an. Für eine einzelne Überfahrt genügt ein Online-Ticket oder die Bezahlung vor Ort. Wer über die Øresundbrücke nach Schweden und wieder zurückfährt, kann mit ØresundGO deutlich sparen.
Kennzeichenregistrierung
Eine Registrierung des Kennzeichens für die Nutzung deutscher Autobahnen ist nicht notwendig. Auch eine Mautbox wird für privat genutzte Wohnmobile nicht benötigt.
Umweltzonen
In Deutschland bestehen derzeit noch 35 Umweltzonen:
Baden-Württemberg: Ludwigsburg und Umgebung, Pforzheim und Stuttgart
Bayern: Augsburg, München und Regensburg
Berlin und Bremen: Berlin und Bremen
Hessen: Darmstadt, Frankfurt am Main, Limburg, Marburg, Offenbach und Wiesbaden
Niedersachsen: Osnabrück
Nordrhein-Westfalen: Aachen, Bonn, Dinslaken, Düsseldorf, Eschweiler, Hagen, Köln, Krefeld, Langenfeld, Mönchengladbach, Münster, Neuss, Overath, Remscheid, Siegen, Wuppertal sowie die gemeinsame Umweltzone Ruhrgebiet
Sachsen: Leipzig
Sachsen-Anhalt: Halle und Magdeburg
Eine grüne Umweltplakette erhalten in der Regel Dieselfahrzeuge ab Euro 4, Diesel mit Euro 3 und anerkanntem Partikelfilter sowie Benzinfahrzeuge ab Euro 1 mit geregeltem Katalysator. Auch Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge werden der grünen Schadstoffgruppe zugeordnet.
Ausländische Fahrzeuge benötigen ebenfalls eine deutsche Umweltplakette. Diese kann vor der Reise online bestellt oder in Deutschland bei TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS, Zulassungsstellen und autorisierten Werkstätten gegen Vorlage der Fahrzeugpapiere gekauft werden.
In Stuttgart, München und auf einzelnen Straßen in Darmstadt gelten zusätzliche Diesel-Fahrverbote, die trotz grüner Plakette beachtet werden müssen. Vor der Einfahrt sollte deshalb die aktuelle Regelung geprüft werden.
Fahrradträger
Fahrräder und Träger müssen sicher befestigt sein. Kennzeichen, Rückleuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt werden; andernfalls werden eine Wiederholung des Kennzeichens und eine zusätzliche Beleuchtung benötigt. Bei Fähren sollte die zusätzliche Fahrzeuglänge korrekt angegeben werden.
Reisen mit Hund
Für die Einreise aus einem anderen EU-Land werden ein Mikrochip, ein gültiger EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung benötigt. Im Fahrzeug muss der Hund ausreichend gesichert sein.
Leinenpflicht, Brut- und Setzzeiten sowie Regelungen für Schutzgebiete und bestimmte Hunderassen unterscheiden sich je nach Bundesland und Gemeinde. In Naturschutzgebieten, Nationalparks, Wäldern und an Stränden können zusätzliche Vorschriften oder ganzjährige Leinenpflichten gelten. Die Beschilderung vor Ort sollte deshalb unbedingt beachtet werden.
Unser Fazit
Deutschland bietet viele Stellplätze, bei der frei zugänglichen Ver- und Entsorgung besteht jedoch deutlicher Nachholbedarf. Wer unterwegs Wasser benötigt oder entsorgen muss, sollte passende Stationen frühzeitig in die Route einplanen.
Gasversorgung
Tauschen oder befüllen: Ausländische Gasflaschen werden normalerweise nicht getauscht. Vereinzelt können eigene Flaschen bei spezialisierten Füllstationen befüllt werden. Ob ausländische Flaschen angenommen werden, sollte vorher erfragt werden.
LPG-Tankstellen: Weit verbreitet. Für fest eingebaute Gastanks wird in Deutschland der ACME-Fülladapter benötigt. Lose Gas- und Tankflaschen dürfen an öffentlichen LPG-Tankstellen nicht selbst befüllt werden.
Deutsche Tauschflasche: Bei längerem Aufenthalt kann eine graue Eigentumsflasche gekauft und anschließend bei vielen Händlern getauscht werden. Eine endgültige Rückgabe gegen Erstattung ist nicht möglich. Für Truma Gasfilter wird meist ein G.12-Hochdruckschlauch mit Schlauchbruchsicherung benötigt.
Deutschland kompakt
Notruf: 112
Polizei: 110
Landesvorwahl: +49
Währung: Euro
Allgemeine Straßenmaut: Nein
Umweltplakette: In Umweltzonen erforderlich
Warntafel am Fahrradträger: Nein
Leinenpflicht: Je nach Bundesland und Gemeinde
Wichtige Links
Suchbegriffe für das Navi:
Wohnmobilstellplatz – offizieller Stellplatz
Reisemobilhafen – größerer Wohnmobilstellplatz
Campingplatz – Campingplatz
Ver- und Entsorgungsstation – Wasser und Entsorgung
SB-Waschbox – Selbstbedienungswäsche
Lkw-Waschanlage – Waschanlage für große Fahrzeuge
Wohnmobilwäsche – spezielle Camperwäsche
🇫🇷 Frankreich - Stellplätze und Übernachten
Übernachten
Frankreich gehört zu den wohnmobilfreundlichsten Ländern Europas. In vielen Orten gibt es kommunale Stellplätze, einfache Übernachtungsplätze und Campingplätze. Besonders verbreitet sind sogenannte Aires de Camping-Car.
Top-Plätze findet man auch bei Camping-Car Park für kleines Geld. Der digitale Zugang erfolgt über die App und einen persönlichen PIN. Wasser, Entsorgung und häufig auch Strom sind im Übernachtungspreis enthalten.
Freies stehen und Parken
Wohnmobile dürfen grundsätzlich wie andere Fahrzeuge parken, sofern Schilder oder örtliche Regelungen es nicht verbieten. Beim Übernachten muss das Fahrzeug vollständig im Parkmodus bleiben: keine Markise, keine Möbel, keine Keile, keine Hubstützen und keine ausgefahrene Trittstufe.
Besonders an Küsten, Stränden und touristischen Orten bestehen häufig lokale Verbote oder Höhenbegrenzungen. Die Beschilderung vor Ort ist daher entscheidend.
Ver- und Entsorgung
Frankreich verfügt über ein sehr dichtes Netz an Ver- und Entsorgungsstationen. Diese befinden sich auf Stellplätzen, Campingplätzen, an Supermärkten oder als separate Aire de Service Camping-Car.
Wichtig: Eine Aire de Service ist in erster Linie eine Versorgungsstation und nicht automatisch ein erlaubter Übernachtungsplatz. Wasser oder Strom werden teilweise per Bankkarte, Münzen oder Jetons bezahlt, oftmals aber kostenlos.
Maut und Brücken
Maut und Fahrzeugklassen
Die meisten französischen Autobahnen sind mautpflichtig. Die Einstufung richtet sich nach Gesamthöhe, zulässigem Gesamtgewicht und Anzahl der Achsen.
Klasse 2: Wohnmobile zwischen zwei und drei Metern Höhe mit maximal 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.
Klasse 3: Wohnmobile mit zwei Achsen, die mindestens drei Meter hoch sind oder mehr als 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht haben.
Klasse 4: Fahrzeuge und Gespanne über 3,5 Tonnen mit mindestens drei Achsen.
Dachaufbauten oder Ladung können zu einer falschen automatischen Einstufung führen. In diesem Fall sollte direkt an der Mautstation die Ruftaste gedrückt werden. Eine Mautbox ist nicht vorgeschrieben, bei häufigen Autobahnfahrten aber praktisch.
Maut ohne Schranken
Auf einigen Autobahnen, darunter die A13, A14 und A79, wird die Maut ohne Schranken über das Kennzeichen erfasst. Ohne Mautbox muss sie innerhalb von 72 Stunden über die Internetseite des jeweiligen Betreibers bezahlt werden. Das Kennzeichen sollte dabei sorgfältig eingegeben werden.
Angles Morts
Wohnmobile mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht benötigen in Frankreich drei gut sichtbare Angles-Morts-Warnaufkleber: jeweils einen auf beiden Fahrzeugseiten und einen am Heck. Die Vorschrift gilt auch für ausländische Fahrzeuge. Wohnmobile mit genau 3,5 Tonnen benötigen die Aufkleber nicht.Maut und Fahrzeugklassen
Die meisten französischen Autobahnen sind mautpflichtig. Die Einstufung richtet sich nach Gesamthöhe, zulässigem Gesamtgewicht und Anzahl der Achsen.
Klasse 2: Wohnmobile zwischen zwei und drei Metern Höhe mit maximal 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.
Klasse 3: Wohnmobile mit zwei Achsen, die mindestens drei Meter hoch sind oder mehr als 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht haben.
Klasse 4: Fahrzeuge und Gespanne über 3,5 Tonnen mit mindestens drei Achsen.
Dachaufbauten oder Ladung können zu einer falschen automatischen Einstufung führen. In diesem Fall sollte direkt an der Mautstation die Ruftaste gedrückt werden. Eine Mautbox ist nicht vorgeschrieben, bei häufigen Autobahnfahrten aber praktisch.
Maut ohne Schranken
Auf einigen Autobahnen, darunter die A13, A14 und A79, wird die Maut ohne Schranken über das Kennzeichen erfasst. Ohne Mautbox muss sie innerhalb von 72 Stunden über die Internetseite des jeweiligen Betreibers bezahlt werden. Das Kennzeichen sollte dabei sorgfältig eingegeben werden.
Angles Morts
Wohnmobile mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht benötigen in Frankreich drei gut sichtbare Angles-Morts-Warnaufkleber: jeweils einen auf beiden Fahrzeugseiten und einen am Heck. Die Vorschrift gilt auch für ausländische Fahrzeuge. Wohnmobile mit genau 3,5 Tonnen benötigen die Aufkleber nicht.
Kennzeichenregistrierung
Eine allgemeine Registrierung des Kennzeichens ist in Frankreich nicht erforderlich. Für Autobahnen mit schrankenloser Maut kann das Kennzeichen jedoch vorab beim jeweiligen Betreiber hinterlegt werden.
Bei Sanef lassen sich das Kennzeichen und eine Kreditkarte für die automatische Bezahlung registrieren. Für die A79 bietet Aliae ebenfalls eine Kennzeichenregistrierung sowie die vorherige Bezahlung an. Das schützt davor, die Zahlungsfrist von 72 Stunden zu übersehen.
Umweltzonen
In zahlreichen Städten und Metropolregionen gelten Umweltzonen. Dafür wird die gelbe französische Crit’Air-Plakette benötigt – auch bei ausländischen Fahrzeugen. Die Plakette sollte ausschließlich über die offizielle französische Internetseite bestellt werden.
Welche Crit’Air-Klassen einfahren dürfen, wird örtlich geregelt und kann sich verändern. Zusätzlich können bei hoher Luftverschmutzung vorübergehende Einschränkungen gelten. Vor der Fahrt in größere Städte sollte die aktuelle Regelung geprüft werden.
Fahrradträger
Fahrräder und Träger müssen sicher befestigt sein. Kennzeichen, Rückleuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt werden; andernfalls werden eine Wiederholung des Kennzeichens und eine zusätzliche Beleuchtung benötigt. Bei Fähren sollte die zusätzliche Fahrzeuglänge korrekt angegeben werden.
Reisen mit Hund
Für die Einreise aus einem anderen EU-Land werden ein Mikrochip, ein gültiger EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung benötigt. Im Fahrzeug muss der Hund ausreichend gesichert sein.
Hunde der französischen Kategorie 1 dürfen nicht nach Frankreich eingeführt werden – auch nicht zur Durchreise. Für Hunde der Kategorie 2 gelten besondere Auflagen. Leinenpflichten und Hundeverbote unterscheiden sich je nach Gemeinde, Strand und Schutzgebiet. In den Kernzonen einiger Nationalparks sind Hunde auch angeleint nicht erlaubt.
Unser Fazit
Frankreich macht das Reisen mit dem Wohnmobil angenehm unkompliziert. Stellplätze und Ver- und Entsorgungsstationen sind fast überall zu finden, viele Orte heißen Wohnmobile ausdrücklich willkommen und gutes Essen gehört ohnehin zu jeder Etappe. Wir lieben Frankreich, weil das Reisen dort einfach ist – und das Land einfach lecker schmeckt.
Gasversorgung
Tauschen oder befüllen: Ausländische Gasflaschen werden normalerweise nicht getauscht. Eine Befüllung ist nur vereinzelt bei spezialisierten Füllstationen möglich und sollte vorher erfragt werden.
LPG-Tankstellen: Gut verbreitet. Für fest eingebaute Gastanks wird in Frankreich der Dish-Fülladapter benötigt.
Französische Tauschflasche: Für längere Reisen eignet sich eine klassische 13-kg-Propanflasche von Butagaz. Die Marke verfügt über ein sehr dichtes Händlernetz. Für die Rückgabe und Erstattung der Kaution muss der Pfandbeleg aufbewahrt werden. Zum Anschluss an einen Truma Gasfilter wird ein französischer G.2-Hochdruckschlauch mit Schlauchbruchsicherung benötigt.
Frankreich kompakt
Notruf: 112
Polizei: 17
Rettungsdienst: 15
Feuerwehr: 18
Landesvorwahl: +33
Währung: Euro
Allgemeine Straßenmaut: Ja
Umweltplakette: In Umweltzonen erforderlich
Warntafel am Fahrradträger: Nein
Leinenpflicht: Je nach Gemeinde und Schutzgebiet
Wichtige Links
Suchbegriffe für das Navi:
Aire de Camping-Car – Wohnmobilstellplatz
Aire de Service Camping-Car – Ver- und Entsorgungsstation
Aire municipale – kommunaler Stellplatz
Camping municipal – kommunaler Campingplatz
Borne de services – Versorgungssäule
Vidange camping-car – Abwasserentsorgung
Station de lavage poids lourds – Waschanlage für große Fahrzeuge
Lavage camping-car – Wohnmobilwäsche
🇮🇹 Italien - Stellplätze und Übernachten
Übernachten
Italien bietet zahlreiche Campingplätze, private Stellplätze und kommunale Aree di Sosta. Die Ausstattung reicht vom einfachen Parkplatz bis zum vollständig ausgestatteten Wohnmobilstellplatz. Besonders an den Küsten und in beliebten Ferienregionen empfiehlt sich in der Hauptsaison eine Reservierung.
Freies stehen und Parken
Das Übernachten im geparkten Wohnmobil ist grundsätzlich erlaubt, sofern das Parken gestattet ist und keine örtlichen Verbote bestehen. Das Fahrzeug muss vollständig im Parkmodus bleiben: Es darf nur auf seinen Rädern stehen, keine Flüssigkeiten ableiten und nicht mehr Fläche als das Fahrzeug selbst beanspruchen.
Markise, Tisch, Stühle, Hubstützen oder andere Campingausstattung dürfen auf öffentlichen Parkflächen nicht verwendet werden. In Küstenorten, touristischen Regionen und Naturschutzgebieten gelten häufig zusätzliche Einschränkungen.
Ver- und Entsorgung
Ver- und Entsorgungsstationen findet man auf vielen Campingplätzen, ausgestatteten Stellplätzen und teilweise an Autobahnraststätten. Ein Camper Service kann ausschließlich der Ver- und Entsorgung dienen und erlaubt nicht automatisch eine Übernachtung.
Für Frischwasser sind eine Gießkanne, ein längerer Schlauch und verschiedene Wasseranschlüsse hilfreich.
Maut und Brücken
Die meisten italienischen Autobahnen sind mautpflichtig. Bei Fahrzeugen mit zwei Achsen wird die Klasse anhand der Höhe über der Vorderachse bestimmt:
- Klasse A: bis einschließlich 1,30 Meter
- Klasse B: über 1,30 Meter – darunter fallen gewöhnlich Wohnmobile
- Klassen 3, 4 und 5: richten sich nach der Anzahl der Achsen; bei einem Gespann werden die Anhängerachsen mitgezählt
Das zulässige Gesamtgewicht und die gesamte Fahrzeughöhe entscheiden bei einem zweiachsigen Wohnmobil nicht über die Mautklasse. Bezahlt werden kann je nach Spur mit Karte, Bargeld oder einer kompatiblen Mautbox.
Kennzeichenregistrierung
Eine allgemeine Kennzeichenregistrierung ist für italienische Autobahnen nicht erforderlich. Eine Mautbox kann die Durchfahrt erleichtern, ist aber nicht vorgeschrieben.
Wurde eine Maut nicht vollständig bezahlt, sollte sie möglichst schnell über den zuständigen Autobahnbetreiber beglichen werden. Autostrade per l’Italia bietet dafür auch eine Onlineanfrage an, wenn kein Beleg über die offene Maut vorliegt.
Umweltzonen
Italien besitzt keine einheitliche nationale Umweltplakette. In vielen Städten gibt es jedoch kameraüberwachte ZTL – Zone a Traffico Limitato. Diese befinden sich häufig in historischen Stadtzentren und dürfen nur zu bestimmten Zeiten oder mit einer Genehmigung befahren werden.
Daneben bestehen regionale Umweltbeschränkungen, insbesondere in Norditalien. Ein zulässiges Fahrzeug darf deshalb nicht automatisch in jede ZTL einfahren. Regelungen und Zufahrtszeiten sollten immer auf der offiziellen Internetseite der jeweiligen Stadt geprüft werden.
Für ausländische Fahrzeuge gibt es keine zentrale Registrierung. Eine Anmeldung ist nur erforderlich, wenn eine Stadt für eine Ausnahmegenehmigung oder Zufahrt eine Registrierung verlangt. In Mailand betrifft dies beispielsweise bestimmte Genehmigungen für die Area B.
Fahrradträger
Fahrräder und Träger müssen sicher befestigt sein. Kennzeichen, Rückleuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt werden; andernfalls werden eine Kennzeichenwiederholung und zusätzliche Beleuchtung benötigt.
Für überstehende Fahrräder oder Heckträger sollte eine für Italien zugelassene Warntafel angebracht werden. Sie muss aus reflektierendem Metall bestehen, mindestens 50 × 50 Zentimeter groß sein und fünf rote sowie vier weiße Diagonalstreifen besitzen.
Nicht verwechseln: Die spanische Warntafel hat nur drei rote und drei weiße Streifen und ist in Italien nicht die richtige Ausführung. Praktisch ist eine beidseitige Wendetafel mit jeweils einer zugelassenen Seite für Italien und Spanien.
Reisen mit Hund
Für die Einreise werden ein Mikrochip, ein gültiger EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung benötigt. Im Fahrzeug muss der Hund so gesichert werden, dass er den Fahrer nicht behindert.
In öffentlichen Bereichen gilt grundsätzlich Leinenpflicht; die Leine darf höchstens 1,50 Meter lang sein. Ein geeigneter Maulkorb muss mitgeführt und bei Bedarf oder auf Anweisung angelegt werden.
Einige italienische Gemeinden schreiben vor, beim Spaziergang eine Flasche Wasser mitzuführen und Hundeurin auf Gehwegen, historischen Pflasterflächen oder an Gebäuden sofort zu verdünnen. Da diese Vorschriften kommunal geregelt sind, empfehlen wir, neben Kotbeuteln grundsätzlich eine kleine Wasserflasche mitzunehmen.
Für Strände, Nationalparks und Naturschutzgebiete gelten örtliche Regeln. Während der Brut- und Setzzeit können zusätzliche Leinenpflichten oder Betretungsverbote bestehen.
Unser Fazit
Italien lässt sich sehr gut mit dem Wohnmobil bereisen. Besonders praktisch sind die zahlreichen Aree di Sosta, die häufig stadtnah oder in landschaftlich reizvollen Regionen liegen. Bei der Fahrt durch Innenstädte sollte man jedoch aufmerksam auf ZTL-Schilder achten – eine unbemerkte Einfahrt kann auch bei ausländischen Fahrzeugen später teuer werden.
Gasversorgung
Tauschen oder befüllen: Ausländische Gasflaschen werden normalerweise nicht getauscht. Italienische Tauschflaschen sind an den jeweiligen Anbieter oder Händler gebunden und lassen sich nicht zwangsläufig landesweit zurückgeben.
LPG-Tankstellen: Autogas ist weit verbreitet. Für fest eingebaute Gastanks und ordnungsgemäß installierte Tankgasflaschen wird in Italien der Dish-Adapter verwendet. Lose Gasflaschen dürfen an öffentlichen LPG-Tankstellen nicht selbst befüllt werden.
Italienische Tauschflasche: Für den Anschluss einer italienischen Gasflasche an einen Truma Gasfilter mit DuoControl oder MonoControl wird normalerweise ein G.1-Hochdruckschlauch mit Schlauchbruchsicherung benötigt. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, welches Flaschensystem der jeweilige Anbieter verwendet.
Italien kompakt
Notruf: 112
Polizei: 113
Feuerwehr: 115
Rettungsdienst: 118
Landesvorwahl: +39
Währung: Euro
Allgemeine Straßenmaut: Autobahnen überwiegend mautpflichtig
Umweltplakette: Keine nationale Plakette
ZTL: Zahlreiche kameraüberwachte Zufahrtsbeschränkungen
Fahrradwarntafel: Ja, 50 × 50 cm, rot-weiß
Winterausrüstung: Nach Beschilderung; häufig vom 15. November bis 15. April
Leine und Maulkorb: Leine verwenden, Maulkorb mitführen
Wichtige Links
Suchbegriffe für das Navi:
Area di sosta camper – Wohnmobilstellplatz
Area attrezzata camper – ausgestatteter Wohnmobilstellplatz
Camper service – Ver- und Entsorgungsstation
Scarico camper – Entsorgung für Wohnmobile
Carico acqua – Frischwasser
Campeggio – Campingplatz
Agricampeggio – Camping auf einem landwirtschaftlichen Betrieb
Agriturismo con sosta camper – Agriturismo mit Wohnmobilstellplatz
Lavaggio camper – Wohnmobilwäsche
Lavaggio camion – Lkw-Waschanlage